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Samstag, 28. März 2026 – „… was doch nicht zu ändern ist.“

Neulichnoch war die Empörung groß, dass für Lars Klingbeil die ärme­ren 40 Prozent der Bevölkerung nicht mehr Zielgruppe sozi­al­de­mo­kra­ti­scher Politik sind. … Ja, so vie­le sind das näm­lich unge­fähr, die weni­ger als 3.000 Euro ver­die­nen, und das auch nur, wenn man Klingbeil zugu­te hält, dass er 3.000 Euro brut­to in Steuerklasse 1 mein­te. So leicht­fer­tig kann man natür­lich auch den Anspruch auf­ge­ben, Volkspartei sein zu wol­len. Wer, meint er denn, wird wohl die­se Lücke fül­len? Die selbst­er­nann­te Partei derer, die sich abge­hängt füh­len, für die Lügen, Angst und Hass die Antwort auf alles ist, freut sich doch nur über sol­che Angebote, wenn selbst die SPD an den olym­pi­schen Spielen der Ausgrenzung teil­nimmt und so zu einem Klima bei­trägt, das Solidarität nur dann als wün­schens­wert betrach­tet, wenn sie ver­meint­lich den eige­nen Interessen dient, und nie­mals auch für Schwächere gilt.

Meine lie­ben Grünen, das wäre eine Lücke für uns, aber wir spie­len ja sel­ber mit, solan­ge wir an der Regierung seid, „nur mit Bauchschmerzen“, aber wir spie­len mit. Und ja, ich will nicht an den Stellen sein müs­sen, die ent­schei­den müs­sen zwi­schen Gestaltungsmacht und Opposition, aber so lang­sam wer­den die Phrasen hohl, wenn tat­säch­li­che Verbesserungen kaum statt­fin­den. Ich weiß, das ist bequem und inkon­se­quent, aber ich küm­me­re mich gera­de um one pro­blem at a time. Ich bin nur eine Person und nicht eine Partei mit meh­re­ren Gremien, die an meh­re­ren Problemen gleich­zei­tig arbei­ten kann.


Was hab ich nicht schon alles über mich gedacht! Das ging sogar schon mal zu weit zu behaup­ten, ich wäre eine Rampensau, die das noch nicht weiß. Mittlerweile weiß ich, dass ich das weiß. Ich muss nicht auf der Bühne ste­hen, und schon gar nicht mit einem Solo, aber ich habe kein Problem damit, wenn ich mich dar­auf vor­be­rei­ten kann. Das Lampenfieber nimmt mir die­ses Wissen zwar nicht, but I’ll mana­ge. To be fair: die­se Aussage fiel im Arbeitskontext, aber das macht sie nicht falsch. Will sagen: Ich glau­be, mei­ne Rolle ver­än­dert sich gera­de, weil ich „Hier!“ geschrien habe, als jemand gesucht wur­de, ohne dass Suchende und Findende wuss­ten, was das am Ende bedeu­ten wür­de. Nun … wir fin­den es gera­de her­aus, und ich freue mich über die Chance, etwas Neues zu lernen.

PS: Zwei Tage spä­ter als geplant (die­ser Text soll­te eigent­lich schon am Donnerstag erschei­nen), sieht die Welt schon wie­der anders aus. Aus „Wir machen einen Workshop, damit ihr eure Rolle fin­den könnt.“ wird ein „Nee, nen Workshop brau­chen wir grad nicht, macht ein­fach wei­ter so.“ Ich weiß noch nicht, wie ich das fin­den soll.

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Sonntag, 22. März 2026 – Statt eines Rants

Der Abend ist noch jung, doch er gäbe schon jetzt genü­gend Anlass für einen wort­ge­wal­ti­gen Rant in der Tradition von Georg Schramm, Jochen Malmsheimer oder Sarah Bosetti. Aber nicht von mir. Mir feh­len gera­de ein wenig die Worte, und ich mag die­se Sprachlosigkeit nicht.

Wenn es nicht ein Mythos wäre, dass frü­her alles bes­ser war, könn­te man sich glatt die­ses Früher zurück wün­schen. Früher, als alles unter den Tisch gekehrt wur­de. Früher, als man sich nicht so anstel­len soll­te. Früher, als sich Dinge noch nicht schick­ten. Früher, als Minister*innen noch zurück­tra­ten, wenn sie Fehlentscheidungen zu ver­ant­wor­ten hat­ten. Früher, als Gerichtsurteile – wenn auch zäh­ne­knir­schend – noch akzep­tiert wur­den. Früher, als wir dach­ten, ein Präsident, der Bücher ver­kehrt her­um hielt, wäre das Dümmste, was den USA je pas­siert ist.

Aber wir leben im Jetzt. Gestern wird sein, was mor­gen gewe­sen ist. Vor dem Hintergrund, den wir Gegenwart nen­nen, liest sich das Treffen in Telgte ganz neu. Wir ern­ten, was ande­re gesät haben, was wir gesät haben, was wir wach­sen lie­ßen, teils ohne Argwohn, teils ohne Ahnung, teils ohne Zugang zu den Äckern, die wir hät­ten bestel­len kön­nen statt ande­ren das Feld zu überlassen.

Was bleibt uns also jetzt, wenn nicht die Ohnmacht und der Rückzug in die selbst ver­schul­de­te Unmündigkeit?

Alles muss man sel­ber machen. Unterstützen wir die, die schon damit ange­fan­gen haben.

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Montag, 23. Februar 2026 – Ich steh hier nicht, um Flamenco zu tanzen

Scratch-Wochenenden sind inten­si­ve Wochenenden. Sie begin­nen am Donnerstagmittag und enden in der Regel erst am Montagmorgen. Das liegt aber aus­schließ­lich dar­an, dass Kaiserslautern nicht in den Niederlanden liegt. Läge Kaiserslautern näm­lich näher an der Küste und womög­lich sogar unter dem Meeresspiegel, wäre es völ­lig aus­rei­chend, für das Scratch-Event des Festivals Oude Muziek mal etwas eher auf­zu­ste­hen. Allerdings liegt Kaiserslautern nun ein­mal nicht in den Niederlanden, son­dern in der Westpfalz, wes­halb sich die Anreise etwas lang­wie­ri­ger gestaltet.

Dabei wäre es im Prinzip ganz ein­fach: ent­we­der mit dem TGV nach Paris und von dort mit dem Thalys Eurostar nach Amsterdam oder Utrecht – oder irgend­wie Richtung Frankfurt und von dort durch Hessen und NRW nach Utrecht oder Amsterdam. Das dau­ert im Idealfall auch nur 6 Stunden, aber mir ist das für einen Freitag zu stres­sig. Deshalb rei­se ich mit dem Nachtzug an. Ausschließlich des­halb. (Als ob.) Ausschließlich des­halb fah­re ich erst von Kaiserslautern über Neustadt an der Weinstraße und Karlsruhe nach Basel, um dort einen Nachtzug zu entern, damit der mich am Freitagmorgen an mei­nem Ziel aus­spu­cken kann.

Wenn es wenigs­tens nur Basel in die­sem Jahr gewe­sen wäre! War es aber nicht.

Kurzer Einschub: Kaiserslautern liegt nacht­zug­tech­nisch sehr ungüns­tig. Der nächs­te sinn­vol­le Zustieg auf den gän­gi­gen Routen wäre Mannheim, aber dort hält der Nachtzug nicht. Also: er hält schon, doch öff­net er nur die Türen der Sitzwagen. Warum auch nicht? Der nächs­te Ort, an dem man in den Nachtzug ein­stei­gen kann, ist Offenbach, und das um kurz vor ein Uhr nachts. Da wür­de man am liebs­ten schon schla­fen. Insofern ist das kei­ne Option für mich, denn Nachtzüge und Schlafen … das ist so eine Sache. Doch dazu spä­ter mehr.

Die Nachtzugwagen, die die ÖBB auf der Strecke von Zürich über Basel nach Amsterdam ein­setzt, sind nicht die jüngs­ten. In den Liegewagen sta­peln sich sechs Personen pro Abteil, die Federung hat bes­se­re Tage (oder spricht man in die­sem Kontext von Nächten?) gese­hen und die Geräuschdämmung kann mit dem zuneh­men­den Geschrei der Welt kaum mit­hal­ten. In ande­ren Worten: Wer Amsterdam-Hostel-Feeling schon auf der Anreise für Amsterdam-Hotel-Preise erle­ben will (aber immer­hin mit Frühstück!), der kommt mit dem Nightjet auf die­ser Route auf sei­ne Kosten.

Anders sieht es aktu­ell aller­dings auf der Route von Wien nach Amsterdam aus. Dort hat die ÖBB näm­lich ein Kapselhotel auf die Schiene gesetzt. Klar gibt es dort auch die übli­chen Mehr-Personen-Abteile (aller­dings nur noch für maxi­mal vier Personen), aber alter­na­tiv kann man dort auch in den soge­nann­ten Mini-Cabins über­nach­ten: Einzelzellen mit Rolltor als Eingang und abschließ­ba­rer Durchreiche zur Nachbarkabine – für Pärchen, die Geld spa­ren, aber den­noch zumin­dest ein biss­chen Zweisamkeit haben möch­ten, fast wie Pyramus und Thisbe.

Es sprach also vie­les dafür, in die­sem Jahr nicht von Basel, son­dern von Passau anzu­rei­sen. (Die Anfahrt nach Passau war es aber nicht, denn auf der hat­te die Bahn es bis nach Regensburg span­nend gemacht, ob mein Puffer von fast einer Stunde aus­rei­chen wür­de.) Und was soll ich sagen: die Mini-Cabin bie­tet aus­rei­chend Privatsphäre. Stauraum für Gepäck und Schuhe gibt es in Form von Schließfächern (und theo­re­tisch auch noch einem Fach unter der unte­ren Liege, wenn da das Zugpersonal nicht die Hand- und Badetücher für die Schlafwagenabteile mit Dusche lagern wür­de). Und ruhi­ger sind die neu­en Wagen auch. Da hört man nichts mehr von Weichen und ande­ren außer­halb des Zuges auf­tre­ten­den Geräuschen. Die Beleuchtung der Mini-Cabin hin­ge­gen ist kon­fi­gu­rier­bar, in Helligkeit und Farbe, und jede Veränderung gene­riert ein akus­ti­sches Feedback.

Du machst das Licht an: Piep. Du willst das Licht dim­men? Piep. Du willst es noch zwei Stufen dunk­ler machen, weil es immer noch zu hell ist? Piep. Piep. Du möchs­test mal die rote Porno-Beleuchtung aus­pro­bie­ren? Piep. … Piep. Piep. Piep. (Rot war lei­der nicht die ers­te Farbe im Angebot.) Und weil die Durchreiche lei­der nur durch eine Falttür ver­schlos­sen ist, kannst du auch jeden Piep (und auch ande­re, im Zweifel auch weni­ger jugend­freie Geräusche) aus der Nachbarkabine hören. Wohl denen, die einen tie­fen Schlaf haben.

An sich habe ich den ja, aber offen­bar nicht im Nachtzug. Ich dach­te erst, es läge an die­sen alten, rum­peln­den Wagen, aber auch in der Mini-Cabin konn­te ich nicht durch­schla­fen. Angesichts der Dauer der Fahrt von plan­mä­ßig über elf Stunden war das aller­dings verschmerzbar.


Amsterdam war so char­mant wie es im Februar nur sein kann. Der Regen kam aus allen Richtungen, manch­mal sogar von oben. Unten ver­schwand das Pflaster in Seen grö­ßer als so man­cher Polder, aber wenn es mal nicht reg­ne­te, strahl­te die Stadt mit den Touristen um die Wette. Wer Amsterdam im Februar nicht lie­ben kann, hat es im Juli nicht ver­dient. (Trotzdem schlägt mein Herz höher für Utrecht.)

Das Scratch-Event war eine Erfahrung. Wie jedes Jahr, aber die­ses Jahr noch mehr. Scratch? Das ist, wenn Leute zusam­men­kom­men, um an nur einem Tag ein Stück from the scratch zu pro­ben und im Anschluss direkt auf­zu­füh­ren. In Leiden gibt es das schon län­ger, da machen die das jedes Jahr mit Händels Messias, das Festival Oude Muziek macht das wohl erst seit neu­lich. Aber das FOM ist mir eh eines der liebs­ten, schon allei­ne, weil es wäh­rend des Festivals im Sommer zusätz­lich vie­le Mini-Konzerte anbie­tet, die man ganz spon­tan und ohne Kosten besu­chen kann.

Aber zurück zum Scratch. Das fin­det immer im Februar statt, wenn die Festival-Organisation sich für Amsterdam und Utrecht ein Programm rund um ein Thema oder eine*n Komponist*in strickt, mit meh­re­ren Konzerten und Lesungen und eben die­sem Scratch. 2024 ging es um fran­zö­si­sche Barockmusik, 2025 um eng­li­sche Barockmusik und die­ses Jahr dreht sich alles um Heinrich Ignaz Franz Biber, becau­se why not? Und ich dach­te mir: Ha, Biber! Heimvorteil. Wenn schon die Arbeitssprache die­ses Jahr erst­ma­lig Niederländisch sein wird, dann soll­te ich zumin­dest mit den Stücken kei­ne Probleme haben. Pustekuchen, denn natür­lich haben wir dann eine Messe auf Latein gesun­gen. Das kön­nen die Niederländer*innen auch.

Aber gut, ich habe das Scratch über­lebt, auch wenn ich den gan­zen Tag auf Niederländisch den­ken muss­te, was dann irgend­wie doch gut genug war, um am Ende mit rund fünf­zig ande­ren Sänger*innen (alle älter als ich) die Missa in Contrapuncto aufzuführen.

Auch schön: Wenn ich dann ein­mal im Jahr wie­der ver­trau­te Gesichter sehe, ob es nun die zwei bis drei Frauen im Tenor sind, oder der eine Altus, oder Mirjam, die der musi­ka­li­schen Entwicklung des 15. und 16. Jahrhunderts mit Machine Learning auf die Spuren kom­men will. Ich möch­te sie nicht mis­sen, auch wenn ich mir ein paar jün­ge­re Sänger*innen wün­schen würde.


Die Rückfahrt mache ich kurz, denn sie war es im Vergleich zur Hinfahrt auch: Erst ging es im plü­schi­gen TEFKAT (The Eurostar Formerly Known As Thalys) nach Paris und von dort nach einem kur­zen Abstecher zur Macaronnerie des Vertrauens (nicht dass ich eine hät­te) zurück nach Kaiserslautern. Easy peasy. Ziemlich lang­wei­lig, wenn auf der Schiene alles funktioniert.

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Freitag, 20. Februar 2026 – Nachtzüge, Notenberge und andere Nebensächlichkeiten

Was sich in vier Wochen so alles ereig­nen kann. Da hat die Hundetrainerin plötz­lich einen neu­en Hund, und ein vor­be­stell­tes Weihnachtsgeschenk kommt doch noch an. Ein lang­jäh­ri­ger Kollege hört auf und ver­ab­schie­det sich mit Guinness, bevor sich auch die Firma aus ihren alten Räumen ver­ab­schie­den kann. Auf den Umzug freue ich mich ja schon. In der alten Heimat ändern sich Dinge, aber je mehr sie sich ver­än­dern, des­to mehr bleibt alles wie es war. Dafür gab es aber Kuchen mit der Tante und ein selt­sa­mes Getränk mit Dirk, who is one of many firsts. In die­sem Fall: die ers­te Person von Mastodon, die ich live und in Farbe getrof­fen habe. Nach dem schänd­li­chen Ende von Twitter eine schö­ne Erfahrung, dass der gute Geist von Twitter (I know, nicht alles war gut, bei wei­tem nicht.) eine neue Heimat gefun­den hat.

Und als wäre der eine Ausflug gen NRW nicht schon genug gewe­sen, reif die Arbeit dann noch ein­mal, und wo ich schon mal da war, blieb ich direkt für einen Spieleabend. Danach fing ich an, aufs BiberScratch hin­zu­fie­bern, wel­ches jetzt am Wochenende in Amsterdam ansteht. So zwei Wochen vor­her, wenn das Stück so lang­sam in die Gehirnwindungen ein­si­ckert und das Chaos auf der Schiene kon­kret und plan­bar (haha) wird, wird, was letz­ten Sommer begann, so lang­sam Wirklichkeit. Über die Anreise zum Nachtzug hül­len wir für heu­te den Mantel des Schweigens. Den brei­ten wir dann die Tage aus. So ein Cliffhanger ist ja auch was Schönes.

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Samstag, 24. Januar 2026 – Rucksäcke und Schmuggelware

Die Keramik – Sie wer­den sich erin­nern – habe ich dann auch mal abge­holt, und zwar genau eine Woche nach dem Bemalen. Eigentlich hat­te ich ja die Wartezeit bis zur Ladenöffnung mit einem klei­nen Ausflug nach Luxemburg über­brü­cken wol­len, aber ein gebro­che­nes Gleis auf der Strecke konn­te das erfolg­reich ver­hin­dern. Stattdessen mach­te ich also mal wie­der Trier unsi­cher auf der Suche nach einem sehr spe­zi­el­len Rucksack. Das Internet hat­te mir ver­hei­ßen, dass es gleich zwei Geschäfte in Trier geben wür­de, die die­sen Rucksack ver­trie­ben, also woll­te ich dem auf den Grund gehen.

In Laden Nummer Eins, der Teil einer Kette war, gab es den Rucksack, aller­dings nicht in mei­ner Wunsch-Farbkombination. Man muss dazu sagen: Das Besondere an die­sem Rucksack ist (neben dem Umstand, dass er als Rucksack und als Koffer fun­gie­ren kann), dass er aus Restbeständen der nor­ma­len Produktion zusam­men­ge­wür­felt wird, wes­we­gen er sehr bunt ist und jedes Teil eine ande­re Farbe haben kann. Laden Nummer Eins hat­te nur die Sonderedition, bei der ledig­lich Reißverschlüsse und Schnallen und ande­rer Kleinkram bunt war. Der Rest war schwarz. Laden Nummer Zwei, der Teil einer ande­ren Kette war, hat­te gleich meh­re­re Rucksäcke in bunt, und das auch in allen drei ver­füg­ba­ren Größen, ledig­lich mei­ne Wunschgröße gab es nur ein­mal, und die­ses Exemplar hat­te eine dun­kel­blaue Front. Wie lang­wei­lig. Da sah der schwar­ze Rucksack noch bes­ser aus, aber den woll­te ich ja auch nicht. Das Ende vom Lied: Ich ent­schied mich gegen die Rucksäcke und für ein biss­chen Enttäuschung und hol­te dann die Keramik ab, die dafür aber sehr schön gewor­den war.

Den Rucksack soll­te ich dann im Laufe der Woche online bei Laden Nummer Eins bestel­len, da er laut Webseite bunt und nicht schwarz sein soll­te. Eigentlich woll­te ich ihn dann ja im Zweifel auch wie­der retour­nie­ren, wenn er schwarz aus­fal­len wür­de, aber als dann ein schwar­zer Rucksack ankam, sah er doch nicht so schlecht aus, und die 70 Euro Aufpreis für einen rich­tig bun­ten Rucksack, den ich dann auch noch in einer ande­ren Filiale von Laden Nummer Zwei erst ein­mal hät­te fin­den müs­sen, waren mir den Aufwand dann doch nicht wert. … Für Amsterdam und das Biber Scratch ist er mehr als gut genug. Neben Kleidung und Noten ist da noch immer reich­lich Platz für ein biss­chen Schmuggelware* von der Amstel.

Apropos Biber Scratch: Wie üblich wer­den wir ein Werk sin­gen, von dem es in die­sem Internet kei­ne reprä­sen­ta­ti­ven Tonaufnahmen gibt, wenn man mal von den obli­ga­to­ri­schen Gitarren-Arrangements von Noel Akchoté absieht. Seriously: vor zwei Jahren hat­ten wir eine Messe von Charpentier, da gab es auch nur ein Akchoté-Arrangement für Gitarre, und auch letz­tes Jahr bei Blow und Purcell mei­ne ich Akchoté-Arrangements gese­hen zu haben. Was ich sagen will: Auch die­ses Mal muss­te ich mir zum Üben also die Biber-Messe selbst set­zen. Wenn ich da jetzt noch die von uns nicht gesun­ge­nen Teile und den Text ergän­ze (Wer braucht den schon, wenn ich aus den Noten eine Audiodatei erstel­len kann?), könn­te ich dem Internet sogar einen Gefallen tun, wenn ich der­einst mei­ne Arbeitsdatei um die Erfahrungen aus dem Scratch ergänzt hoch­la­den soll­te. Eine Erkenntnis habe ich ja schon jetzt: An einer Stelle gab es wohl einen Transkriptionsfehler. Den kann ich behe­ben. Jetzt muss ich nur noch eine Unterkunft fin­den. Auf BeWelcome (einer Open-Source-Variante zu Couchsurfing, bei dem man ohne Geld ja gar nichts mehr machen kann) war­te ich aktu­ell auf Rückmeldungen, aber wenn das nichts wird, kann ich lei­der nicht mehr auf die Brückenhäuschen zurück­grei­fen, denn die sind schon aus­ge­bucht. Ja, da hat­te jemand eine fin­di­ge Idee: Wenn doch all die Klappbrücken jetzt kein Personal mehr vor Ort benö­ti­gen, kann man doch die Häuschen, in denen das Personal einst gear­bei­tet und/oder gelebt hat, zu Hotelzimmern umbau­en. Coole Idee, aber lei­der viel zu beliebt, um jetzt so kurz­fris­tig noch etwas zu fin­den … aber es gibt ja noch ande­re Hotels.


*Wir reden hier von Mergpijpes, Snoep, Drop, Vla und Bitterballen und so Zeugs. Don’t get me wrong.