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Samstag, 24. Januar 2026 – Rucksäcke und Schmuggelware

Die Keramik – Sie wer­den sich erin­nern – habe ich dann auch mal abge­holt, und zwar genau eine Woche nach dem Bemalen. Eigentlich hat­te ich ja die Wartezeit bis zur Ladenöffnung mit einem klei­nen Ausflug nach Luxemburg über­brü­cken wol­len, aber ein gebro­che­nes Gleis auf der Strecke konn­te das erfolg­reich ver­hin­dern. Stattdessen mach­te ich also mal wie­der Trier unsi­cher auf der Suche nach einem sehr spe­zi­el­len Rucksack. Das Internet hat­te mir ver­hei­ßen, dass es gleich zwei Geschäfte in Trier geben wür­de, die die­sen Rucksack ver­trie­ben, also woll­te ich dem auf den Grund gehen.

In Laden Nummer Eins, der Teil einer Kette war, gab es den Rucksack, aller­dings nicht in mei­ner Wunsch-Farbkombination. Man muss dazu sagen: Das Besondere an die­sem Rucksack ist (neben dem Umstand, dass er als Rucksack und als Koffer fun­gie­ren kann), dass er aus Restbeständen der nor­ma­len Produktion zusam­men­ge­wür­felt wird, wes­we­gen er sehr bunt ist und jedes Teil eine ande­re Farbe haben kann. Laden Nummer Eins hat­te nur die Sonderedition, bei der ledig­lich Reißverschlüsse und Schnallen und ande­rer Kleinkram bunt war. Der Rest war schwarz. Laden Nummer Zwei, der Teil einer ande­ren Kette war, hat­te gleich meh­re­re Rucksäcke in bunt, und das auch in allen drei ver­füg­ba­ren Größen, ledig­lich mei­ne Wunschgröße gab es nur ein­mal, und die­ses Exemplar hat­te eine dun­kel­blaue Front. Wie lang­wei­lig. Da sah der schwar­ze Rucksack noch bes­ser aus, aber den woll­te ich ja auch nicht. Das Ende vom Lied: Ich ent­schied mich gegen die Rucksäcke und für ein biss­chen Enttäuschung und hol­te dann die Keramik ab, die dafür aber sehr schön gewor­den war.

Den Rucksack soll­te ich dann im Laufe der Woche online bei Laden Nummer Eins bestel­len, da er laut Webseite bunt und nicht schwarz sein soll­te. Eigentlich woll­te ich ihn dann ja im Zweifel auch wie­der retour­nie­ren, wenn er schwarz aus­fal­len wür­de, aber als dann ein schwar­zer Rucksack ankam, sah er doch nicht so schlecht aus, und die 70 Euro Aufpreis für einen rich­tig bun­ten Rucksack, den ich dann auch noch in einer ande­ren Filiale von Laden Nummer Zwei erst ein­mal hät­te fin­den müs­sen, waren mir den Aufwand dann doch nicht wert. … Für Amsterdam und das Biber Scratch ist er mehr als gut genug. Neben Kleidung und Noten ist da noch immer reich­lich Platz für ein biss­chen Schmuggelware* von der Amstel.

Apropos Biber Scratch: Wie üblich wer­den wir ein Werk sin­gen, von dem es in die­sem Internet kei­ne reprä­sen­ta­ti­ven Tonaufnahmen gibt, wenn man mal von den obli­ga­to­ri­schen Gitarren-Arrangements von Noel Akchoté absieht. Seriously: vor zwei Jahren hat­ten wir eine Messe von Charpentier, da gab es auch nur ein Akchoté-Arrangement für Gitarre, und auch letz­tes Jahr bei Blow und Purcell mei­ne ich Akchoté-Arrangements gese­hen zu haben. Was ich sagen will: Auch die­ses Mal muss­te ich mir zum Üben also die Biber-Messe selbst set­zen. Wenn ich da jetzt noch die von uns nicht gesun­ge­nen Teile und den Text ergän­ze (Wer braucht den schon, wenn ich aus den Noten eine Audiodatei erstel­len kann?), könn­te ich dem Internet sogar einen Gefallen tun, wenn ich der­einst mei­ne Arbeitsdatei um die Erfahrungen aus dem Scratch ergänzt hoch­la­den soll­te. Eine Erkenntnis habe ich ja schon jetzt: An einer Stelle gab es wohl einen Transkriptionsfehler. Den kann ich behe­ben. Jetzt muss ich nur noch eine Unterkunft fin­den. Auf BeWelcome (einer Open-Source-Variante zu Couchsurfing, bei dem man ohne Geld ja gar nichts mehr machen kann) war­te ich aktu­ell auf Rückmeldungen, aber wenn das nichts wird, kann ich lei­der nicht mehr auf die Brückenhäuschen zurück­grei­fen, denn die sind schon aus­ge­bucht. Ja, da hat­te jemand eine fin­di­ge Idee: Wenn doch all die Klappbrücken jetzt kein Personal mehr vor Ort benö­ti­gen, kann man doch die Häuschen, in denen das Personal einst gear­bei­tet und/oder gelebt hat, zu Hotelzimmern umbau­en. Coole Idee, aber lei­der viel zu beliebt, um jetzt so kurz­fris­tig noch etwas zu fin­den … aber es gibt ja noch ande­re Hotels.


*Wir reden hier von Mergpijpes, Snoep, Drop, Vla und Bitterballen und so Zeugs. Don’t get me wrong.

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Sonntag, 11. Januar 2026 – malmal

Der ers­te Schulfreitag im neu­en Jahr war auch die­ses Jahr der ers­te Probenfreitag im neu­en Jahr. Hatten wir am Abend vor­her erst im Chorteam ganz grob bespro­chen, was fürs lau­fen­de Jahr geplant ist, so war es um so schö­ner, die­se Ideen schon so schnell mit dem Rest vor Chor tei­len zu kön­nen. Die geplan­ten Stücke ver­spre­chen eine bun­te Mischung an Stilen, die anste­hen­den Termine einen vol­len Kalender. Die Weihnachtszeit wird wahr­schein­lich wie jedes Jahr anstren­gend, aber schön.

Hatte es am Abend zuvor auf­grund der Großwetterlage in den Sternen gestan­den, stand am frü­hen Samstagmorgen dann doch kein Schnee den Plänen für den Tag im Wege. Da war noch eine Tante, die einen Geschenkgutschein vom vor­letz­ten Jahr ein­lö­sen woll­te, wes­halb wir uns recht zei­tig mit der Bahn auf den Weg nach Trier mach­ten. Für uns stan­den die Sterne güns­tig, denn der Zugteil wur­de erst in Trier repa­ra­tur­be­dürf­tig aus dem Verkehr gezo­gen. Die Reisenden nach Koblenz muss­ten sich dann wohl in einen halb so lan­gen Zug quet­schen, wäh­rend wir in aller Ruhe zur Porta Nigra und von dort durch die Innenstadt gen mal­mal schlen­der­ten, nicht ohne noch zuvor ein mehr oder min­der kof­fe­in­hal­ti­ges Heißgetränk im Katzentempel zu tan­ken. Wo sonst kann man schon mal frem­de Katzen krau­len (wenn sie es wol­len), wäh­rend man sich auf­wärmt und dar­auf war­tet, dass man end­lich Keramik bema­len darf?

Apropos Keramik: Bis zur Einweisung in die Farben und Techniken der Keramikgestaltung hat­te ich nicht den blas­ses­ten Schimmer einer Idee, aber vor­be­halt­lich des Brandes bin ich mit dem, was ich zum Brennen dann abge­ge­ben habe, doch ganz zufrie­den. Am kom­men­den Wochenende wis­sen wir mehr.

Auf der Suche nach der einen oder ande­ren mehr oder weni­ger kof­fe­in­hal­ti­gen Stärkung schlen­der­ten wir dann noch ein wenig durch die Stadt und dreh­ten unse­re Runden (ja, gleich meh­re­re) um ein Kaufhaus, das für einen Männerausverkauf warb. 20 Prozent auf Rest- und Auslaufmodelle oder so. Am Ende lan­de­ten wir dann in einem klei­nen Kaffee am Hauptmarkt, das von außen völ­lig unschein­bar und von der Karte eher wie eine Touristenfalle wirk­te, aber der Kaffee war gut und die Stimmung ange­nehm und ehe wir uns ver­sa­hen, kam eine Gestalt ist Kaffee, sprach kurz mit der Bedienung, über­reicht ein paar Münzen in lan­des­üb­li­cher Valuta und ver­schwand wie­der, noch bevor ich mir sicher sein konn­te, dass die­se Gestalt jemand war, mit der ich ver­wandt war. Ein Telefonat am Abend setz­te ich dann die Tante (eine ande­re) auf mei­nen Onkel zwei­ten Grades an, der sich sicher­lich gewun­dert haben dürf­te, war­um sie wuss­te, in wel­chem Café er sich 250 Kilometer ent­fernt her­um­ge­trie­ben hatte.

Aber so ist das halt bei mir in der Familie.

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Mittwoch, 7. Januar 2026 – Here we are again

Long time no see, am I right? … Zumindest hier stimmt das, denn mich gibt es ja auch noch an ande­ren Orten. Ich wür­de ja sagen wol­len „Ihr habt nix ver­passt“, aber das stimmt dann doch nicht so ganz. Ich fass das mal zusam­men: Todesfälle, Brettspielabende, All American Breakfast, ein Führerschein, eine Krebsdiagnose, ein Wochenende im Schloss, fast ein neu­er Hund, Kino, Urlaub am Meer, Arbeits-Dinge, eine neue Kamera, Stammzellenspende, Chor-Dinge, Home Assistant, Silvester am Flughafen.

Dieses Jahr machen wir etwas lang­sa­mer, wenn’s recht ist … oder schrei­ben ein­fach öfter.

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Freitag, 18. April 2025 – Too much to live

Was in den letz­ten Wochen und Monaten alles pas­siert ist! Da gab es Tote und Schwangere, schier end­lo­se Frühschoppenkonzerte, all­er­gi­sche und ander­wei­tig auf­fäl­li­ge Hunde (stay tun­ed!), viel zu lesen, noch mehr Termine in der Firma und einen Anruf aus Tübingen. 

Zu viel ver­ra­ten darf ich nicht, das unter­sagt mir der Social-Media-Leitfaden der DKMS. Aber damit kann ich leben. But first: ein Schwagergeburtstag und eine Osternachtsmesse.

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Sonntag, 5. Januar 2025 –Down Memory Lane

Well, hel­lo! Wen haben wir denn da? … Tun wir ein­fach so, als wäre nichts und der 27. Oktober erst ges­tern gewesen.

Wozu haben wir eigent­lich Wintereinbruch, wenn der erst nach Mitternacht kommt und zum Sonnenaufgang schon wie­der weg ist? Well, wha­te­ver. Auch tau­en­der Schnee lässt sich brav foto­gra­fie­ren, und dass Dunst aus tau­en­dem Schnee auf­steigt, sieht man wohl auch nicht jeden Tag. 

Was man auch nicht jeden Tag sieht: mein foto­gra­fi­sches Vermächtnis der letz­ten 21 Jahre. Gut 27.000 Bilder, rund 300 Gigabyte an Daten, und nur die wenigs­ten davon sind halb­wegs sinn­voll bewer­tet. Wieviele schlech­te Aufnahmen dabei waren, ich kann es gar nicht zäh­len, denn ich bin mit dem Sortieren noch lan­ge nicht fer­tig. Stand jetzt habe ich es immer­hin schon bis ins Jahr 2010 geschafft. Fürs Erste geht es ohne­hin nur um die Frage „Verschwommen oder nicht?“ Alles, was nicht scharf ist, kommt weg. Was heißt danach schon schlecht? Nicht alles wer­den span­nen­de Aufnahmen gewe­sen sein, kaum wel­che wer­den mit Form, Kontrast, Rhythmus und Farbe gut gespielt haben, aber sie alle sind Teil des Weges zu mei­nem jet­zi­gen ich – und das nicht nur technisch.

Was sich da alles an Erinnerungen auf­tat … an ver­gan­ge­ne Geburtstage, ver­flos­se­ne oder ver­stor­be­ne Lieben, an Menschen, Tiere, Sensationen. Am Ende sind wir doch nur eine durch Erzählung ver­bun­de­ne Sammlung loser Assoziationen.