Die Keramik – Sie werden sich erinnern – habe ich dann auch mal abgeholt, und zwar genau eine Woche nach dem Bemalen. Eigentlich hatte ich ja die Wartezeit bis zur Ladenöffnung mit einem kleinen Ausflug nach Luxemburg überbrücken wollen, aber ein gebrochenes Gleis auf der Strecke konnte das erfolgreich verhindern. Stattdessen machte ich also mal wieder Trier unsicher auf der Suche nach einem sehr speziellen Rucksack. Das Internet hatte mir verheißen, dass es gleich zwei Geschäfte in Trier geben würde, die diesen Rucksack vertrieben, also wollte ich dem auf den Grund gehen.
In Laden Nummer Eins, der Teil einer Kette war, gab es den Rucksack, allerdings nicht in meiner Wunsch-Farbkombination. Man muss dazu sagen: Das Besondere an diesem Rucksack ist (neben dem Umstand, dass er als Rucksack und als Koffer fungieren kann), dass er aus Restbeständen der normalen Produktion zusammengewürfelt wird, weswegen er sehr bunt ist und jedes Teil eine andere Farbe haben kann. Laden Nummer Eins hatte nur die Sonderedition, bei der lediglich Reißverschlüsse und Schnallen und anderer Kleinkram bunt war. Der Rest war schwarz. Laden Nummer Zwei, der Teil einer anderen Kette war, hatte gleich mehrere Rucksäcke in bunt, und das auch in allen drei verfügbaren Größen, lediglich meine Wunschgröße gab es nur einmal, und dieses Exemplar hatte eine dunkelblaue Front. Wie langweilig. Da sah der schwarze Rucksack noch besser aus, aber den wollte ich ja auch nicht. Das Ende vom Lied: Ich entschied mich gegen die Rucksäcke und für ein bisschen Enttäuschung und holte dann die Keramik ab, die dafür aber sehr schön geworden war.
Den Rucksack sollte ich dann im Laufe der Woche online bei Laden Nummer Eins bestellen, da er laut Webseite bunt und nicht schwarz sein sollte. Eigentlich wollte ich ihn dann ja im Zweifel auch wieder retournieren, wenn er schwarz ausfallen würde, aber als dann ein schwarzer Rucksack ankam, sah er doch nicht so schlecht aus, und die 70 Euro Aufpreis für einen richtig bunten Rucksack, den ich dann auch noch in einer anderen Filiale von Laden Nummer Zwei erst einmal hätte finden müssen, waren mir den Aufwand dann doch nicht wert. … Für Amsterdam und das Biber Scratch ist er mehr als gut genug. Neben Kleidung und Noten ist da noch immer reichlich Platz für ein bisschen Schmuggelware* von der Amstel.
Apropos Biber Scratch: Wie üblich werden wir ein Werk singen, von dem es in diesem Internet keine repräsentativen Tonaufnahmen gibt, wenn man mal von den obligatorischen Gitarren-Arrangements von Noel Akchoté absieht. Seriously: vor zwei Jahren hatten wir eine Messe von Charpentier, da gab es auch nur ein Akchoté-Arrangement für Gitarre, und auch letztes Jahr bei Blow und Purcell meine ich Akchoté-Arrangements gesehen zu haben. Was ich sagen will: Auch dieses Mal musste ich mir zum Üben also die Biber-Messe selbst setzen. Wenn ich da jetzt noch die von uns nicht gesungenen Teile und den Text ergänze (Wer braucht den schon, wenn ich aus den Noten eine Audiodatei erstellen kann?), könnte ich dem Internet sogar einen Gefallen tun, wenn ich dereinst meine Arbeitsdatei um die Erfahrungen aus dem Scratch ergänzt hochladen sollte. Eine Erkenntnis habe ich ja schon jetzt: An einer Stelle gab es wohl einen Transkriptionsfehler. Den kann ich beheben. Jetzt muss ich nur noch eine Unterkunft finden. Auf BeWelcome (einer Open-Source-Variante zu Couchsurfing, bei dem man ohne Geld ja gar nichts mehr machen kann) warte ich aktuell auf Rückmeldungen, aber wenn das nichts wird, kann ich leider nicht mehr auf die Brückenhäuschen zurückgreifen, denn die sind schon ausgebucht. Ja, da hatte jemand eine findige Idee: Wenn doch all die Klappbrücken jetzt kein Personal mehr vor Ort benötigen, kann man doch die Häuschen, in denen das Personal einst gearbeitet und/oder gelebt hat, zu Hotelzimmern umbauen. Coole Idee, aber leider viel zu beliebt, um jetzt so kurzfristig noch etwas zu finden … aber es gibt ja noch andere Hotels.
*Wir reden hier von Mergpijpes, Snoep, Drop, Vla und Bitterballen und so Zeugs. Don’t get me wrong.