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Sonntag, 11. Januar 2026 – malmal

Der ers­te Schulfreitag im neu­en Jahr war auch die­ses Jahr der ers­te Probenfreitag im neu­en Jahr. Hatten wir am Abend vor­her erst im Chorteam ganz grob bespro­chen, was fürs lau­fen­de Jahr geplant ist, so war es um so schö­ner, die­se Ideen schon so schnell mit dem Rest vor Chor tei­len zu kön­nen. Die geplan­ten Stücke ver­spre­chen eine bun­te Mischung an Stilen, die anste­hen­den Termine einen vol­len Kalender. Die Weihnachtszeit wird wahr­schein­lich wie jedes Jahr anstren­gend, aber schön.

Hatte es am Abend zuvor auf­grund der Großwetterlage in den Sternen gestan­den, stand am frü­hen Samstagmorgen dann doch kein Schnee den Plänen für den Tag im Wege. Da war noch eine Tante, die einen Geschenkgutschein vom vor­letz­ten Jahr ein­lö­sen woll­te, wes­halb wir uns recht zei­tig mit der Bahn auf den Weg nach Trier mach­ten. Für uns stan­den die Sterne güns­tig, denn der Zugteil wur­de erst in Trier repa­ra­tur­be­dürf­tig aus dem Verkehr gezo­gen. Die Reisenden nach Koblenz muss­ten sich dann wohl in einen halb so lan­gen Zug quet­schen, wäh­rend wir in aller Ruhe zur Porta Nigra und von dort durch die Innenstadt gen mal­mal schlen­der­ten, nicht ohne noch zuvor ein mehr oder min­der kof­fe­in­hal­ti­ges Heißgetränk im Katzentempel zu tan­ken. Wo sonst kann man schon mal frem­de Katzen krau­len (wenn sie es wol­len), wäh­rend man sich auf­wärmt und dar­auf war­tet, dass man end­lich Keramik bema­len darf?

Apropos Keramik: Bis zur Einweisung in die Farben und Techniken der Keramikgestaltung hat­te ich nicht den blas­ses­ten Schimmer einer Idee, aber vor­be­halt­lich des Brandes bin ich mit dem, was ich zum Brennen dann abge­ge­ben habe, doch ganz zufrie­den. Am kom­men­den Wochenende wis­sen wir mehr.

Auf der Suche nach der einen oder ande­ren mehr oder weni­ger kof­fe­in­hal­ti­gen Stärkung schlen­der­ten wir dann noch ein wenig durch die Stadt und dreh­ten unse­re Runden (ja, gleich meh­re­re) um ein Kaufhaus, das für einen Männerausverkauf warb. 20 Prozent auf Rest- und Auslaufmodelle oder so. Am Ende lan­de­ten wir dann in einem klei­nen Kaffee am Hauptmarkt, das von außen völ­lig unschein­bar und von der Karte eher wie eine Touristenfalle wirk­te, aber der Kaffee war gut und die Stimmung ange­nehm und ehe wir uns ver­sa­hen, kam eine Gestalt ist Kaffee, sprach kurz mit der Bedienung, über­reicht ein paar Münzen in lan­des­üb­li­cher Valuta und ver­schwand wie­der, noch bevor ich mir sicher sein konn­te, dass die­se Gestalt jemand war, mit der ich ver­wandt war. Ein Telefonat am Abend setz­te ich dann die Tante (eine ande­re) auf mei­nen Onkel zwei­ten Grades an, der sich sicher­lich gewun­dert haben dürf­te, war­um sie wuss­te, in wel­chem Café er sich 250 Kilometer ent­fernt her­um­ge­trie­ben hatte.

Aber so ist das halt bei mir in der Familie.

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